Versicherungen – Vergleichen und Sparen

Patientenbeschwerden: Ärzte verlangen Vorkasse

Krankenkassen müssen sich mit einem neuen Phänomen befassen: Patienten beschweren sich, sie würden keine Termine bei ihren Ärzten erhalten oder nur gegen Vorkasse behandelt werden. Die dpa sieht darin die Folgen der Honorarreform. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) habe der dpa von 1.500 Patienten berichtet, die bundesweit Beschwerde einlegten, weil die Kassenpatienten nicht oder gegen Vorleistung behandelt wurden; auch die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), die AOK, Techniker Krankenkasse und Betriebskrankenkasse können von zusammen 500 Fällen sprechen – die Mehrheit in Bayern und Baden-Württemberg! Die Krankenversicherungen erkennen die falsche Reaktion der Ärzte und rufen auf, nicht den Patienten unter Honorarregelungen leiden zu lassen. Weiter warnen die Krankenversicherung die Versicherungsnehmer, in Vorleistung zu gehen, denn Versicherte können damit rechnen, dass die Auslagen nicht von der Krankenversicherung übernommen werden. Aus der Vorkasse entsteht ein Vertrag zwischen Arzt und Patient; in der GKV ist allerdings die Krankenkasse mit dem Arzt in Vertrag, sodass Vorzahlungen außerhalb des Geschäftsverhältnisses stehen und nicht erstattet werden können. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung vergleicht die Situation mit dem ‚Wilden Westen‘. In Baden-Württemberg wurde hart durchgegriffen: Drei Ärzte sind ihre Kassenzulassung losgeworden. Für den Patienten zählt nur: Schnelle Behandlung und Abrechnung durch die Kasse; schade, dass der Patient in einem Honorarstreit zurückzustecken hat.

Keine Kommentare

No comments yet. Be the first.

Leave a reply