Zusatzbeiträge für die GKV erwartet
Wie bereits berichtet, wird der einheitliche Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung zum ersten Juli 2009 auf 14,9 Prozent gesenkt. Im Zuge dessen kann durchaus damit gerechnet werden, dass die Krankenversicherungen nun auf ihr Recht pochen, Zusatzbeiträge zu erheben. Die Medien berichten, dass man derzeit bei 16 Krankenkassen, die aktuell 4,5 Millionen Versicherungsnehmer betreuen, mit der Erhebung rechnen könne. Josef Hecken, seines Zeichens Präsident des Bundesversicherungsamts, äußert gegenüber der Zeitung „Die Welt“, man könne zum ersten Juli mit ersten Verteuerungen rechnen – also genau dann, wenn der ermäßigte Beitragssatz eintritt.
Spezielle Versicherungsunternehmen wurden nicht beim Namen genannt, allerdings handle es sich wohl hauptsächlich um kleinere Versicherungen. Die größeren meinten, sie planten dieses Jahr noch keine Zusatzbeiträge. Einige Versicherungsunternehmen sind sich bereits sicher darüber, ob sie Zusatzbeiträge erheben oder nicht, andere warten noch und werden sich erst zur Jahresmitte entscheiden. Hecken vermutet weiter, dass sogar 30 Krankenkassen – ebenfalls vor allem kleine – ihren Versicherungsnehmern Prämien auszahlen könnten. Bislang hätten dem nur drei Krankenkassen konkret zugestimmt und beim Bundesversicherungsamt beantragt. Voranfragen bestünden allerdings auch bei anderen gesetzlichen Krankenversicherungen. Nun stellt sich unweigerlich die Frage: Werden die Zusatzbeiträge wirklich im Zuge der Beitragssenkung erhoben? Anzunehmen ist es, denn beides ist zum ersten Juli dieses Jahres angekündigt.
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