PKV spricht sich für stabile Beiträge aus
Folgend aus den Defiziten, die sich in den letzten Wochen aus dem Gesundheitsfonds ergeben haben, fragen sich auch die Bestandsmitglieder und die potenziellen Mitglieder der privaten Krankenversicherungen, wie sich die Beiträge entwickeln. Das Defizit im Gesundheitsfonds wird in Form eines staatlichen Darlehens vorerst gestopft.
Eine Chance für die PKV oder zunehmende Zurückhaltung der Versicherungsnehmer? Es stellt sich tatsächlich die Frage, wie stabil die PKV ihre Beiträge halten kann. Eine Beitragserhöhung wünscht sich wohl niemand; waren es doch mitunter die finanziellen Aspekte, die die Versicherungsnehmer in die privaten Krankenversicherungen geführt haben, von den meist besseren Leistungen einmal abgesehen. Die unterschiedlichen Versicherungsunternehmen privater Krankenversicherungen allerdings sprechen sich für stabile Beiträge aus. So meinte Vorstandsmitglied Roland Weber von der Debeka etwa, die private Krankenversicherung stehe auf einem sicheren Fundament. Die demografische Entwicklung sei aufgrund der Altersrückstellungen und des daraus folgenden Finanzpolsters keine Gefahr für die privaten Krankenversicherungen.
Es ist die Art des Versicherungsprinzips, was den Unterschied macht: Anstelle des Umlageverfahrens, welches die GKV verwendet, bedient sich die PKV des kapitaldeckenden Prinzips: Der Versicherungsnehmer zahlt schon in jungen Jahren Beiträge fürs Alter mit – allerdings lediglich für sein eigenes. Diese Gelder, die sogenannte Altersrückstellung, werden angelegt und so entsteht in der PKV ein entsprechendes Finanzpolster.
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