Versicherungen – Vergleichen und Sparen

Datensammeln für die Wissenschaft?

Das Statistische Bundesamt gibt bekannt, dass die gesetzliche Krankenversicherung einen Datenpool ausgegeben hat, in dem anonymisierte Versichertendaten der Wissenschaft verfügbar gemacht werden sollen. Die Daten stammen aus dem Jahre 2002 und spiegeln die ambulanten Beanspruchungen der Versicherungsnehmer wider. 1,1 Millionen Versicherungsnehmer wurden aufgenommen, die Daten gehen anonymisiert an den Empfänger und sie sollen mehr als 60 Merkmale enthalten, die der Wissenschaft nützlich sein sollen. Zwei unterschiedliche Mikrodaten-Dateien wurden zur Verfügung gestellt: Zum einen grundsätzliche Informationen, wie das Alter oder das Geschlecht des Versicherungsnehmers, zum anderen der genaue Fall mit den entsprechenden Informationen, also welche Diagnose gestellt wurde, bei welchem Facharzt der Versicherungsnehmer war und wie hoch die Behandlungskosten waren.

Ziel des Ganzen ist es, die Häufigkeit diverser Krankheiten zu erfassen, um daraus gesundheits-ökonomische Fragestellungen zu formulieren. Das Statistische Bundesamt ist es, welches die Daten auf CDs verwaltet. Nun können unabhängige Wissenschaftler diese CDs beim Statistischen Bundesamt anfordern. Allerdings ist nicht bekannt geworden, unter welchen Voraussetzungen die Wissenschaftler die CDs bekommen – es wäre mehr als ärgerlich für die Versicherungsnehmer, wenn die sensiblen Daten umher gereicht werden. Zwar sind sie anonymisiert und das Jahr 2002 ist schon lange her, allerdings würde es sicherlich dennoch niemanden erfreuen, wenn die Daten einfach herausgegeben werden.

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