Versicherungen – Vergleichen und Sparen

Kfz-Versicherung: Schwerstbehinderte reicht Klage ein

Fünf Jahre ist es her, dass eine schwerstbehinderte Frau einen Autounfall hatte. Der Versicherungsfall wird ab Donnerstag vor dem Hamburger Landgericht verhandelt. Die 23-Jährige fordert von der Generali-Versicherung, ihrer damaligen Kfz-Versicherung, Schadenersatz in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Der Unfall habe spastische und hirnorganische Schädigungen hinterlassen und ein alltägliches Leben sei nicht möglich, sagt der Anwalt der Geschädigten, Jürgen Hennemann. Zusammen mit ihrem Mann und dem Sohn verunglückte die Frau auf der Brenner-Autobahn, wobei auch das Baby Hirnschädigungen und weitere Verletzungen davontrug.

Die Klägerin habe von der Versicherung Mitschuld bekommen; diese meint, die Klägerin wäre nicht angeschnallt, was laut Hennemann nicht bewiesen sei. Bislang zahlte die Versicherung: Monatlich 4.000 Euro, die Behandlungskosten und 400.000 Euro Schmerzensgeld.

Weiter wurde eine Million Euro Entschädigung angeboten, allerdings sei dies „nicht angemessen und daher indiskutabel“, meint Hennemann. Derzeit würde das Opfer von ihrer 58-jährigen Mutter gepflegt, was dauerhaft nicht möglich sei, und ein Pflegedienst mit 24-Stunden-Betreuung koste 300.000 Euro jährlich. Hochgerechnet auf die nächsten 30 bis 40 Jahre sei dies für das Opfer nicht tragbar. Der Prozess startet am 11. Juni 2009; es bleibt abzuwarten, wie die Richter entscheiden. Der Anwalt allerdings wirkt zuversichtlich und wird die Folgen des Unfalls sicherlich zu belegen wissen.

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