Archive for Dezember, 2009
Riesterförderung oder Privatversicherung
Vor ein paar Jahren wurde die Riester-Rente eingeführt und den Menschen durch hohe staatliche Förderungen schmackhaft gemacht. Doch heute folgt eine ernüchternde Bilanz. Tatsächlich ist es, dass die gut 13 Millionen Sparer viel weniger Rente bekommen werden, wie bei einer privaten Rentenversicherung. Schuld hier dran sind die zum Teil sehr hohen Kosten für die Rieser-Verträge.
Die bei Vertragsabschluss versprochene hohe Verzinsung kann dann nicht mehr eingehalten werden, da dieses Geld aufgebracht werden muss, um die Verwaltungskosten zu decken. „ÖKO-Test“ hat so in einer Studie belegt, dass bei Rentenantritt bis zu 3263 Euro weniger Garantiekapital und bis zu 14.373 Euro weniger Gesamtkapital auf dem Konto sind, als es der Riester-Sparer bei einer privaten Rentenversicherung gehabt hätte. Und das, obwohl die Einzahlungshöhe und die Laufzeit beider Verträge identisch gewesen sei. Laut diesem Testmagazin sind auch die Rentenleistungen im Fall der Riester-Rente deutlich im Nachteil gegenüber der Privatrente. In einem Vergleichsfall sei einem 35-Jährigen bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren und einer jährlichen Einzahlung von 2100 Euro eine Rentenleistung prognostiziert worden, die um 540 Euro unter der einer Privatrente gelegen habe.
Weiterhin bemängelt das Testprogramm, dass die Kostenangaben bei den stattlich geförderten Rentenverträgen sehr schwer zu verstehen sind, da der Verbraucher nicht auf Anhieb erkenne, kann, was im zum Schluss genau zusteht und er bekommen wird.
Rechnet man dann noch die Kosten für den Vertragsabschluss ab und die extrem hohen Verwaltungskosten, wäre der Sparer mit einer privaten Rentenversicherung wesentlich besser bedient gewesen.
No commentsAb 2010 Zuzahlungen zur Krankenkasse
Auf die rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten kommen laut neuesten Informationen Zusatzbeiträge zu. Die Fonds reichen nicht aus, um die Versorgungslücken zu schließen. Obwohl der Bund Steuerzuschüsse in Milliardenhöhe zugesichert hat, müssen die versicherten jetzt in die eigene Tasche greifen. Schuld daran soll die neue Regierungskoalition sein, wenn man den Worten von bekannten Personen Glauben schenken darf.
Diese sind auch genauso der Meinung, dass es für die Bürger nicht länger hinzunehmen ist, dass jeder Angst um seinen Arbeitsplatz hat und immer mehr für die eigene Gesundheit bezahlen muss. Tatsächlich ist es in der heutigen Zeit schon die Regel, dass gerade ältere Menschen mit wenig Einkommen den Gang zum Arzt immer länger aufschieben. Praxisgebühr und hohe Kosten für Medikamente sind hier dran Schuld. Jetzt sollen diese Menschen noch mehr bezahlen. Für viele ist dies nicht leistbar. Auch Familien mit Kindern würden solche Zuzahlungen härter treffen. Hier wird sowie so schon jeder Euro zweimal herumgedreht. Das ungerechte hier dran ist aber, dass die Einnahmen der Pharmaindustrie und die der Ärzte immer weiter steigt.
Unabhängig von seinem Einkommen soll jeder deutsche Bundesbürger in Zukunft sechs Euro mehr dazu bezahlen. Ab dann zählt das Einkommen und dann sind die Preise viel höher die gezahlt werden müssen. Im ersten Moment hören sich zehn Euro vielleicht nicht viel an, doch wird dies auf ein ganzes Jahr und mit drei Familienmitgliedern gerechnet kommt eine schöne Summe zusammen. Von diesem Geld könnte man eine Menge anderer wirklich nützlicher Dinge kaufen. Dinge die der Familie zugutekommen würden.
No commentsKaiserlich versichert – ab jetzt nicht mehr?
Seit 37 Jahren wirbt Herr Kaiser für die Versicherungsleistungen der Hamburg-Mannheimer Versicherung. Auch wenn die Hamburg-Mannheimer Versicherung bereits seit 1997 dem Versicherungs-Konzern ERGO angehört, so konnte man dies in den Werbezeilen des Versicherers nicht erkennen.
Dies soll sich jetzt ändern, denn der Konzern ERGO baut um: sowohl die Hamburg-Mannheimer als auch die Victoria Versicherung, zwei Versicherungsmarken, die sich in der Vergangenheit einen eloquenten Kundenstamm aufgebaut haben, werden verschwinden – bleiben wird nur der Name ERGO, denn die über 20 Millionen abgeschlossenen Versicherungsverträge innerhalb Deutschlands werden künftig auch namentlich vom Konzern ERGO betreut.
Aber warum plötzlich dieser Sinneswandel, in den letzten 12 Jahren durfte die Hamburg-Mannheimer doch auch noch mit Herrn Kaiser werben?
Schuld an dieser internen Geschäftsumwandlung ist das Aus von Arcandor mit Quelle und Karstadt. Die Karstadt-Quelle-Versicherung gehörte ebenfalls seit 7 Jahren der ERGO Gruppe an und wird ebenfalls im kommenden Jahr mit einem neuen Namen erstrahlen: Ergo Direkt Versicherungen.
Diese Entscheidung ist der Auslöser dafür, dass auch im zweiten Halbjahr des Jahres 2010 mit Änderungen zu rechnen ist, insbesondere das Aus der Hamburg-Mannheimer als solche. Der gesamte Marktauftritt soll geändert werden.
Auch die DAS Rechtsschutzversicherung ist von diesem Wandel betroffen.
Der Ergo-Chef Torsten Oletzky möchte diesen Schritt damit begründen, dass der Konzern in den letzten Jahren nicht deutlich genug gemacht habe, dass sowohl Victoria-Versicherungen, wie auch Versicherungen der Hamburg-Mannheimer und des Karstadt-Quelle-Direktversicherers im Grunde genommen aus einer Hand stammen. Dies soll sich zukünftig ändern, wofür auch horrende Geldsummen eingeplant sind.
Die Pluralität verschwinde jedoch nicht gänzlich, so der Konzern-Chef, auch in der Zukunft wird es die DAS Rechtsschutzversicherung namentlich geben oder auch die DKV Krankenversicherung.
No commentsMehr Geld bei Lebensversicherungskündigung
Die Kündigung einer Lebensversicherung soll wohl überlegt sein, denn bisher verhielt es sich so, als dass die Versicherungsnehmer nur einen geringen Teil ihres Geldes zurückbekamen. Der sogenannte Rückkaufswert wird generell durch Bearbeitungsgebühren und Co. vermindert.
Seit Jahren versuchen Verbraucherschützer gegen diese „Machenschaften“ der Lebensversicherung vorzugehen. Erreicht werden soll das Ziel, dass auch bei der Kündigung einer Lebensversicherung höhere Gelder zurückgezahlt werden und die sogenannten „Bearbeitungsgebühren“ oder „Provisionen“ vom Versicherer nicht berechnet werden können.
Ein neues Urteil bringt nunmehr Licht ins Dunkle und lässt viele Versicherungsnehmer hoffen, zukünftig mehr als nur einen geringen Anteil ihres Geldes zurückzuerhalten, wenn sie ihre Lebensversicherung kündigen.
Ein Urteil aus dem Jahre 2005 vom Bundesgerichtshof hatte seinerzeit entschieden, dass Verträge, die bis zum Jahre 2001 in Kraft getreten sind, mit höheren Rückkaufswerten bestückt werden müssten, mit mindestens 50%.
Die Versicherer stimmten diesem zwar zu, fanden jedoch eine Lücke und beschlossen, dass Verträge, die nach dem Jahre 2001 geschlossen wurden, als neue Produktgeneration gehandelt würden und somit auch wiederum anderen Gesetzen bzw. Urteilen unterliegen. Tja, Pech für die Versicherer, denn hier entschied das Landgericht Hamburg, dass auch Verträge bis zum Jahre 2007 dem BGH-Urteil unterliegen würden.
Ruhe in diesem Verfahren gibt es erst seit Januar 2008, denn jetzt schreibt der Gesetzgeber vor, dass mindestens 85% der eingezahlten Beträge den Rückkaufswert ausmachen müssen.
Alles gut und schön, mag man jetzt vermuten, aber das Ganze hat noch einen Haken. Bisher sind die entsprechenden Urteile noch nicht rechtskräftig. Es wird vielmehr davon ausgegangen, dass die Versicherer bezüglich dieser Entscheidungen wiederum den BGH bemühen werden. Bis hier eine Entscheidung getroffen wird, können locker 2 Jahre vergehen.
No commentsKein Weihnachtsshopping 2010
Nur noch in diesem Jahr ist es möglich, an den vier Adventssonntagen in Großstätten wie zum Beispiel Berlin shoppen zu gehen. Dies hat das Karlsruher Bundesverfassungsgericht jetzt bestimmt. Dieses gab hiermit der Klage von Kirchen und anderen Fraktionen recht. Diese sehen den Sonntag als Feiertag und Ruhetag an. Arbeitgeber dürften demnach nicht aus reiner Profitgier ihre Mitarbeiter an Sonntagen arbeiten lassen.
Die einen freut es, die andern sind traurig. Viele Menschen arbeiten den ganzen Tag und das von Montag bis Samstag. Diese Personen sind dann natürlich dankbar, wenn am Sonntag die Geschäfte zum Einkaufen geöffnet sind. Die Mitarbeiter der Kaufhäuser hingegen dürfte es freuen, dass sie nun ab nächstem Jahr nicht mehr aufzustehen brauchen.
Somit wurde das Urteil von 2006 außer Kraft gesetzt. Hier hieß es, dass an den vier Adventssonntagen die Geschäfte von 13- 20 Uhr öffnen dürften. Außerdem dürften an zwei Sonntagen im Jahr die Kaufhaustüren geöffnet werden. Diese beiden Tage sollen auch erhalten bleiben, es dreht sich bei dem neuen Urteil nur um die Sonntage vor Weihnachten. Kirchen haben schon lange gefordert, die persönlichen Bedürfnisse der Menschen zu achten. Und mehr nach kirchlichen Ansichten zu entscheiden.
Die Ladenbetreiber hingegen ärgert das neue Urteil. Sie müssen im nächsten Jahr mit hohen Einbußen rechnen, da diese vier Tage die Verkaufstärksten kurz vor Weihnachten sind. Es kann damit gerechnet werden, dass gegen das neue Urteil Einspruch erhoben wird.
Dieses Jahr sollte man also noch die Adventssonntage genießen und an den verbleibenden drei ausgiebig shoppen gehen. Es könnte schließlich das letzte Mal sein.
No commentsNeues Kreditsystem für Rentner
Rentner konnten bislang von Banken und Co. keine horrenden Kredite erwarten dürfen, selbst wenn sie ein Eigenheim besitzen, die Renten und Sicherheiten sind einfach zu klein und das Risiko zu hoch!
Aber das hat sich jetzt geändert, denn die DKB bietet die Möglichkeit einer sogenannten Umkehrhypothek an. In Deutschland ist dieses Kreditform völlig neu und auch nur bei der DKB zu beantragen. Ab Januar 2010 schließt sich die Förderbank Schleswig-Holstein dieser Umkehrhypothekenmöglichkeit an.
Rentnern soll damit die Gelegenheit gegeben werden, eine Hypothek auf ihr Haus aufnehmen zu können, die weder verzinst, noch zurückgezahlt werden muss. In der Praxis geschieht dies so, als dass der Rentner die Summe in Einem oder in Form einer Zusatzrente ausgezahlt bekommt und eine Hypothek aufs Haus eingetragen wird. Die Rückzahlung des Kredits wird erst dann fällig, wenn der Rentner verstorben ist. Entweder die Erben zahlen den Kredit zurück und behalten das Haus oder das Haus wird verkauft und die Hypothek dementsprechend getilgt.
Wer jetzt der Meinung ist, dass für die Erben ein Risiko besteht, der irrt gewaltig, denn ausschließlich das Haus ist als Sicherheit für diesen Kredit vorhanden, nicht jedoch die Vermögen etwaiger Erben. Man muss sich hier zunächst einmal an den Gedanken gewöhnen, dass der Kredit zinsfrei ist und keine Raten gezahlt werden müssen, aber dann dürfte man wohl davon ausgehen dürfen, dass viele Menschen diese Kreditvariante wahrnehmen dürften, um beispielsweise auch Renovierungen und Sanierungen vornehmen zu können, die sie sich mit der Rente nicht hätten leisten können.
Dennoch, auch wenn dies verlockend klingt, sollte man sich sehr genau darüber informieren.
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