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Archive for Oktober, 2010

Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher PortraitDer Deutsche Pinscher ist ein temperamentvoller, selbstsicherer Hund,
 der sich gut als Familien oder Begleithund eignet. Er ist von stolzer Haltung, elegant und quadratisch gebaut, kräftig und gut bemuskelt, sowie glatthaarig und von mittlerer Größe.

Wissenswertes rund um den Deutschen Pinscher
Pinscher waren ursprünglich Rattenfänger und Beschützer von Pferdefuhrwerken. Der glatthaarige Pinscher wurde erst ab dem 20. Jahrhundert vom rauhaarigen Schnauzer unterschieden. Eigentlich wäre der Deutsche Pinscher heute ausgestorben, hätte ihn Werner Jung im Pinscher Schnauzer Klub nicht ab 1956 gefördert.

Der Deutsche Pinscher zählt heute immer noch zu den eher seltenen Hunderassen. Im Durchschnitt kamen in den Jahren 1998 bis 2003 ca. 160 – 220 Welpen pro Jahr auf die Welt. Im Jahr 2003 wurde er zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres gewählt, da der Deutsche Pinscher vom Aussterben bedroht war. Die Welpenzahlen (und Neuzüchter) stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an, so dass im Jahr 2007 beim VDH 470 Welpen gemeldet werden konnten und 2008 immerhin noch 438 Welpen.

Wesen
Die Wesenszüge des Deutschen Pinschers sind viel Temperament, Aufmerksamkeit, Ausbildungsfähigkeit, gutartiger Charakter mit viel Spiellust, Anhänglichkeit zum Herrn und unbestechliche Wachsamkeit, ohne ein Kläffer zu sein.

Dem Pinscher entgeht nichts, er meldet jedes ungewöhnliche Ereignis und geht diesem nach. Er ist selbstsicher und ausgeglichen, gepaart mit Klugheit und großer Ausdauer, was ihn zu einem angenehmen Familien- und Begleithund macht.
Durch seine Größe und sein glattes, pflegeleichtes Kurzhaar ist der Deutsche Pinscher in der Wohnung sehr gut zu halten und im Freien ein robuster “Allwetterkerl”. Bei ent-sprechender Kälte sollte allerdings aufgrund der fehlenden Unterwolle auch auf ent-sprechende Bewegung geachtet werden. Gerade der Betätigungsdrang des Deutschen Pinschers verführt jeden Besitzer, sich immer wieder mit dem Hund zu beschäftigen, ob zum Spazierengehen, Spielen oder zum Sport.

Und gerade seine Vielseitigkeit machen den agilen Hund zu einem idealen Partner für alle Freizeitsportarten, als Reitbegleithund genauso wie für den Turnierhundesport und Agility.

Die Jagdlust ist individuell mehr oder weniger stark ausgeprägt, ebenso die Neigung zum eigenständigen Erkunden der Gemarkung. Das sollten vor allem “Hundeneulinge” beachten.

Bitte beachten Sie, dass der Deutsche Pinscher als Zwingerhund ungeeignet ist, da er die Nähe zu seinen Menschen braucht. Nichts ist für ihn schöner, als wenn das “ganze Rudel” gemeinsam etwas unternimmt. Gleichzeitig ist er von seiner Herkunft ein eigenständiger Hund, der im übertragenen Sinne seinen Freiraum braucht. Hunde – so auch der Deutsche Pinscher – leben in einer klar definierten Hierarchie. Daher ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung, die bereits im Welpenalter beginnt, erforderlich.

Und wenn der Mensch den Deutschen Pinscher gerade weil er so eigenständig, intelligent und sensibel ist, der “mitdenkt und hinterfragt” liebt, im Haus seine Anhänglichkeit schätzt und außer Haus ein aktives Zusammensein mit und in seinem Rudel (Familie) gönnt, dann steht einer wunderbaren, kaum zu beschreibenden Freundschaft auf Hunde-Lebenszeit nichts mehr im Wege.

Zusammenfassung
Deutscher Pinscher (Mittelschlagpinscher / glatthaariger Pinscher) für Sie zusammengefasst:

Widerristhöhe: 45 – 50 cm
Gewicht: 14 – 20 kg
Alter: ca. 13 – 15 Jahre
Ursprungsland: Deutschland (süddeutscher Raum)
Fell: Kurzhaar in den Farben schwarz-rot und rot 
heute: Familien- und Begleithund
früher: Nagetierjäger, Wachhund

In dieser Größe findet der Deutsche Pinscher noch immer Platz zwischen Kindern und Urlaubsgepäck. Denn gerade wenn die Familie außer Haus geht möchte der Deutsche Pinscher nicht zurückgelassen werden und dankt es seinen Familienmitgliedern durch Treue und Anhänglichkeit.

Die Rasse wird im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) vertreten durch den Pinscher-Schnauzer Klub 1895 e. V. (PSK). Den ausführlichen Rassestandard finden Sie bei der Fédération Cynologique Internationale (FCI) – Gruppe 2, Sektion 1, Standard Nr. 184.

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CAT4DOGS Hundeerziehung NRW

CAT4DOGSWelpen-/Hundeerziehung, Hundeverhaltenstherapie und Problemhundearbeit, Hundeausbildung (Grundlagen Mantrailing, Begleit- und Gebrauchshundeausbildung)

Bei uns verläuft die Hundeerziehung nonverbal, also sprachlos. Das hat gerade in der Problemhundearbeit zwei ganz deutliche Vorteile:

1. alt erlernte (oft negativ behaftete) Worte stören die Therapie nicht

2. der Hund reagiert grundsätzlich besser auf die Körperaktion des Menschen

Hunde haben gelernt den Menschen zu lesen. Anhand unserer Sprachmelodie, der Stimmlage und dem Bewegungsmuster erkennen sie unsere Stimmungen. Sobald der Halter dem normalen Bewegungsmuster nicht mehr entspricht (humpelt, hinkt o.ä.), wird der Hund unruhig und signalisiert über die Körpersprache, das irgendetwas anders ist. Arbeitet man rein über die Sprache mit dem Hund, nutzt man lediglich einen Bruchteil der Möglichkeiten und noch dazu die undeutlichste Verständigung.

Jetzt kommt noch dazu, das wir Menschen selbst ein kurzes knappes Kommando auf verschiedene Art und Weise betonen, je nachdem wie der Allgemeinzustand ist und unsere Tagesform es gerade zulässt. Unsere Stimmlage passt oft gar nicht zu dem, was wir dem Hund vermitteln wollen. Auch die unbewussten Körpersignale, die wir selber gar nicht absichtlich einsetzen, wirken verwirrend auf den Hund.

Ein Hund hört im Normalfall sehr gut, auch über einige hundert Meter noch! Er versteht es oft nur nicht und da er es nicht richtig versteht, lohnt sich auch der Blick zum Halter nicht. Läuft er fünf Meter vor, bringt es nicht viel wenn man immer lauter brüllt.

Welcher Hundehalter kennt nicht die Worte aus eigenem Mund?
• Mach mal Sitz! Sitzen sollst du! Jetzt setze dich endlich hin! Sitz!
• Komm her! Komm jetzt sofort her! Du kommst jetzt hier hin! Hierher!
• Geh ins Körbchen! Jetzt geh aber in dein Körbchen! Ab in den Korb!
• Bleibst du wohl stehen! Stehen bleiben! Stoppen sollst du! Stopp!
• Hörst Du nicht! … usw.… usw…. usw….

Mit dem erhobenen Zeigefinger signalisieren wir ihm ein SITZ und im nächsten Moment, winken wir mit genau diesem Finger um zu zeigen, das etwas nicht okay war. Hunde kommunizieren Innerartlich mit sehr feinen, deutlichen und unmissverständlichen Körpersignalen. Das wir diese Interaktion als Menschen gar nicht 100% leisten und wahrnehmen können, steht außer Frage.

Was wir aber lernen können ist, das wir unsere Körpersignale bewusster nutzen. Je klarer und gezielter wir damit umgehen können, desto geringere Bewegungen brauchten wir. Mit etwas Training reicht letztendlich ein Schulterzucken, um dem Hund ein Platz zu signalisieren. Ein zweites wesentliches Argument ist der nötige Blickkontakt, den der Hund braucht um sich am Halter zu orientieren. Spricht man ständig mit ihm, reicht eine Drehung der Ohrmuschel um zu wissen, wo sich der Halter befindet. Lassen wir die Sprache einmal weg, wird er zwangsläufig nach uns schauen müssen. Später sollte man evtl. die Sprache wieder einfließen lassen, denn gerade im Alter können die Augen schließlich auch an Sehkraft verlieren.

CAT4DOGS Bielefeld

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