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Kaiserlich versichert – ab jetzt nicht mehr?
Seit 37 Jahren wirbt Herr Kaiser für die Versicherungsleistungen der Hamburg-Mannheimer Versicherung. Auch wenn die Hamburg-Mannheimer Versicherung bereits seit 1997 dem Versicherungs-Konzern ERGO angehört, so konnte man dies in den Werbezeilen des Versicherers nicht erkennen.
Dies soll sich jetzt ändern, denn der Konzern ERGO baut um: sowohl die Hamburg-Mannheimer als auch die Victoria Versicherung, zwei Versicherungsmarken, die sich in der Vergangenheit einen eloquenten Kundenstamm aufgebaut haben, werden verschwinden – bleiben wird nur der Name ERGO, denn die über 20 Millionen abgeschlossenen Versicherungsverträge innerhalb Deutschlands werden künftig auch namentlich vom Konzern ERGO betreut.
Aber warum plötzlich dieser Sinneswandel, in den letzten 12 Jahren durfte die Hamburg-Mannheimer doch auch noch mit Herrn Kaiser werben?
Schuld an dieser internen Geschäftsumwandlung ist das Aus von Arcandor mit Quelle und Karstadt. Die Karstadt-Quelle-Versicherung gehörte ebenfalls seit 7 Jahren der ERGO Gruppe an und wird ebenfalls im kommenden Jahr mit einem neuen Namen erstrahlen: Ergo Direkt Versicherungen.
Diese Entscheidung ist der Auslöser dafür, dass auch im zweiten Halbjahr des Jahres 2010 mit Änderungen zu rechnen ist, insbesondere das Aus der Hamburg-Mannheimer als solche. Der gesamte Marktauftritt soll geändert werden.
Auch die DAS Rechtsschutzversicherung ist von diesem Wandel betroffen.
Der Ergo-Chef Torsten Oletzky möchte diesen Schritt damit begründen, dass der Konzern in den letzten Jahren nicht deutlich genug gemacht habe, dass sowohl Victoria-Versicherungen, wie auch Versicherungen der Hamburg-Mannheimer und des Karstadt-Quelle-Direktversicherers im Grunde genommen aus einer Hand stammen. Dies soll sich zukünftig ändern, wofür auch horrende Geldsummen eingeplant sind.
Die Pluralität verschwinde jedoch nicht gänzlich, so der Konzern-Chef, auch in der Zukunft wird es die DAS Rechtsschutzversicherung namentlich geben oder auch die DKV Krankenversicherung.
No commentsHauptsache gut versichert: Damit die Freude am eigenen Haus nicht vorzeitig getrübt wird! Jetzt Ihre Gebäudeversicherung prüfen!
Schlimme Meldungen über Tsunamis, Tornados und andere Katastrophen weltweit lassen und allzu schnell vergessen, dass auch Deutschland kein “Land der Glückseligen” ist. Will meinen: Auch bei uns können Naturgewalten ganze Existenzen vernichten: “Jeder Hauseigentümer sollte daher”, so der dringende Rat der Experten, “mit dem Erwerb einer Immobilie auch gleich eine maßgeschneiderte Wohngebäudeversicherung mit abschließen!”
Das dass kein Luxus und auch keine Verkaufsstrategie der Versicherungsbranche darstellt, müsste nach den Sturmschäden der Vergangenheit eigentlich jedermann klar sein.
Dabei ruft insbesondere der Rückblick auf Mega-Sturm “Kyrill”, der in der Nacht zum 19. Januar 2007 binnen kurzer Zeit großes Unheil anrichtete, nach wie vor ungute Erinnerungen wach. Wobei dies freilich nur die Spitze eines Eisbergs darstellt. Denn jeder, der Nachrichten und Wetterberichte aufmerksam verfolgt, wird rasch feststellen, dass immer wieder – wenngleich örtlich begrenzte -, Sturmböen und Hagelfelder den Häuslebauern das Leben schwer machen.
Daher ist es so, dass praktisch kein Hausbesitzer auf (s)eine Gebäudeversicherung verzichten kann. Die Police, die Sturmschäden (ab Windstärke 8), Hagelschlag, Brandschäden, Blitzeinschläge, Explosionen und Wassereinbrüche abdeckt, ist daher in manchen Landkreisen sogar zwingend vorgeschrieben. Zumindest wird kaum eine Bank, die ein Bauobjekt per Kredit finanziert (hat), darauf verzichten wollen!
Hier muss also der Bauherr und künftige Eigentümer selbst aktiv werden.
Anders sieht es in der Regel bei Eigentumswohnungen aus, wo die Versicherung meist vom und über den Verwalter der Anlage gestellt wird.
Doch was ist, wenn gar nicht neu gebaut, sondern statt dessen in ein gebrauchtes Objekt investiert wird?
In diesem Fall ist es zunächst einmal so, dass der Käufer der Immobilie eine bereits bestehende Gebäudeversicherung quasi mit übernimmt. Die darf dann – selbst wenn eine Police in der betreffenden Region nicht zwingend vorgeschrieben ist -, keinesfalls gekündigt werden. Vielmehr sollte man sich als stolzer Neubesitzer Versicherungssumme und Versicherungsumfang genau ansehen. Dabei wird man dann häufig feststellen, dass zu niedrig kalkuliert wurde, so dass man – im Schadensfall -, auf etlichen Unkosten sitzen bleibt.
Die Police muss dann, im eigenen Interesse (!), aufgestockt werden …
Zudem sollte man bedenken, dass auch bei jeder Veränderung des Gebäudes (etwa dem Einbau eines Wintergartens oder dem Ausbau des Dachgeschosses), die eine Wertsteigerung darstellt, die Versicherungssumme den neuen Gegebenheiten anzupassen ist. Auch hier sollte daher umgehend der Versicherer informiert werden!
Zudem gibt es spezielle Policen, die die eigentliche Bauphase absichern. Für diese Zeit sollten Hausbesitzer in spe zusätzlich eine so genannte Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Denn selbst dann, wenn Unbefugte die Baustelle betreten und dabei zu Schaden kommen, könnte letztendlich der Bauherr selbst haftbar gemacht werden.
Empfehlenswert ist zudem eine Rohbauversicherung.
Eine spezielle Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht braucht dagegen nur derjenige, der (s)ein Haus vermietet oder ein unbebautes Grundstück besitzt. Denn jeder Selbstnutzer eines Eigenheims hat das daraus resultierende Risiko bereits über seine “normale” Privathaftpflicht gedeckt!
Anders sieht es bei Vermietern aus, die – schneller als sie vielleicht glauben mögen -, haftbar gemacht werden (können). So ist jeder Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, sein Gelände so zu sichern, dass dort keine Personen zu Schaden kommen. Dazu gehören insbesondere auch das Reinigen und Streuen der Gehwege bei Eis und Schnee. Lasten, die häufig per Mietvertrag an die Mieter delegiert werden. Und dennoch haftet – werden diese Pflichten versäumt -, letztendlich der Eigentümer!
Gut also, wenn man gut versichert ist. Um allen Interessierten einen raschen Überblick zu verschaffen, hat die IAK GmbH für ihre Kunden (und alle, die es werden wollen) rund 360 (!) verschiedene Tarife zur Gebäudeversicherung bereit gestellt.
Den kostenlosen Vergleichsrechner zur Gebäudeversicherung finden Sie hier unter:
www.vergleichen-und-sparen.de/gebaeudeversicherung.html
Alle User des Internet-Portals können hier Preise und Leistungen vergleichen und auch online Policen abschließen.
No commentsPrivathaftpflichtversicherung bei Verkehrssicherungspflicht
Der Herbst ist da – und mit ihm die Streitigkeiten darüber, wer das Laub auf dem Gehsteig zu entsorgen hat; die Verkehrssicherungspflicht. Wer muss dieser nachkommen und wann nutzt die Privathaftpflichtversicherung? Und wie ist Winter die Streupflicht geregelt? Die Kommunen sind eigentlich in der Verkehrssicherungspflicht. Aber rechtlich sind die Vermieter zur Verantwortung zu ziehen, wenn doch etwas passiert. Wendet sich ein “laubgeschädigter” Passant an den Vermieter, kann der wiederum den Mieter zur Verantwortung ziehen.
Das Landgericht Coburg entschied aber in einem Urteil (AZ: 14 O 742/07), dass Fußgänger auf sich selbst aufzupassen hätten; konkret wurde ein Hausbesitzer freigesprochen, der nicht täglich nachkehrte. Eigentumswohnungen werden anders geregelt: Ein verunglückter Passant kann sich im Schadenfall an die Eigentümergemeinschaft wenden und anschließend seine Ansprüche konkret gegen einen Eigentümer geltend machen. Eine Privathaftpflichtversicherung schützt Eigentümer, während für Mehrfamilienhäuser und vermietete Einfamilienhäuser die Haus- und Grundeigentümer-Haftpflichtversicherung greift. Für Mieter ist wieder die Privathaftpflichtversicherung der Ansprechpartner. Das Urteil vom Oberlandesgericht Frankfurt (AZ: 1 U 301/07) untermauert noch mal das vom Coburger Landgericht: Ein Fußgänger rutschte über die Bordsteinkante, die er aufgrund von Laub nicht sehen konnte.
Die Richter: Solche Stellen sollten wegen der “mangelnden Erkennbarkeit, was sich darunter verbergen könnte” gemieden oder andernfalls “tastenden Schrittes” erkundet werden.
No commentsWissenswertes über die Privathaftpflichtversicherung
Die Privathaftpflichtversicherung gehört zu jenen, die man unbedingt haben sollte. Sie fehlt allerdings in vielen Haushalten: Die Finanztest gab im Sommer 2008 eine Umfrage heraus, in der festgestellt wurde, dass dreißig Prozent aller bundesdeutschen Haushalte keine Privathaftpflichtversicherung besitzen.
Die Privathaftpflichtversicherung reguliert Schäden gegenüber Dritten; sie gehört nicht zu den Pflichtversicherungen. Vorsicht ist bei den stark variierenden Leistungen der Privathaftpflicht geboten. Alle dieser Versicherungen regulieren Schäden, die als Fußgänger oder Radfahrer verursacht wurden, nicht aber solche, die beim Gebrauch eines Kfz entstanden sind – bis auf Arbeitsfahrzeuge mit bis zu zwanzig km/h oder Kraftfahrzeuge bis zu sechs km/h. Die Privathaftpflichtversicherung greift bei Schäden, die bei sportlichen Aktivitäten entstanden sind: Verursacht ein Jogger beim Laufen einen Unfall, weil er stürzt, so reguliert die Versicherung den Schaden. Sie greift aber nicht, wenn es bei der Jagd oder beim Rennsport mit Pferd oder Fahrrad zu einem Unfall kommen sollte.
Einen kostenlosen Vergleich zur Tierversicherung bietet die IAK GmbH aus Bottrop an.
Nur wenige Leistungen bieten die meisten Haftpflichtversicherungen bei Unfällen, die von Tieren verursacht werden, weshalb sich hier vor allem bei größeren Haustieren gesonderte Versicherungen empfehlen.
Faustregel: Je größer das Tier, umso größer die Gefährdung. Für einen Hamster ist also keine separate Versicherung nötig. Für die Absicherung von Hund, Pferd und Katze hingegen gibt es gesonderte Haftpflichtversicherungen.
No commentsInvaliditätsversicherung: Zu späte Meldung kostet Versicherungsschutz
Ein Münchener hatte im März 2005 einen Unfall und stürzte aufs Glatteis, wobei Brüche im linken Sprunggelenk die Folge waren. Nach vier Tagen meldete er das seiner privaten Unfall- und Invaliditätsversicherung telefonisch, anschließend kam die Unfallanzeige inklusive Bestätigung vom behandelnden Arzt, dass keine dauerhafte Beeinträchtigung anzunehmen wäre.
Aber: Dieser Arzt hatte die Situation falsch beurteilt. Der Mann musste fortwährend in Behandlung, denn seine Verletzung wollte einfach nicht abheilen. Nach etwa einem Jahr nach dem Unfall stellte eine Klinik die teilweise Invalidität fest und der Mann ließ sich zu lange Zeit, das seiner Versicherung mitzuteilen. Im August 2007 wollte er von seiner Versicherung 3.272 Euro, die Versicherung lehnte ab und begründete, das sei zu spät. Das Amtsgericht München sagte dem Kläger ebenfalls, er habe keinen Anspruch mehr auf das Geld.
Binnen 15 Monaten nach dem Unfall müsste dieser laut Versicherungsbestimmungen geltend gemacht werden. Der Richter weiter: Eine verspätete Anzeige sei dann möglich, wenn der Versicherungsnehmer keine Schuld an der Verspätung trägt. Die Klinik stellte im März 2006 Spätfolgen fest; im August 2007 folgte erst der Anspruch an die Versicherung. Nach über einem Jahr könnten keine Ansprüche mehr gestellt werden, sodass der Münchener nun auf seinen Kosten – inklusive Gerichts- und Anwaltskosten – sitzenbleibt.
No commentsSchon gewusst!?
“Tigerpferde” – so werden sie manchmal genannt, und in der Tat sind Zebras relativ nahe mit unseren Pferden verwandt. So nahe, dass sie sich sogar mit Pferden und Eseln paaren!
Zebroide bzw. Zebrule nennt man diese Nachkommen, die allerdings unfruchtbar sind. Zeitweise versuchte man sogar, Zebras zu zähmen, um sie wie Pferde zu reiten oder gar vor Kutschen zu spannen, was jedoch meistens misslang, so dass man dieses Vorhaben bald wieder aufgab.
In ihrer afrikanischen Heimat ist die Fellzeichnung der Zebras übrigens weit weniger auffällig, als sie uns im Zoo erscheint. Denn im hohen Steppengras oder im Gestrüpp der Dornbüsche “verschwimmen” die schwarz-weißen Tiere geradezu vor den Augen ihrer Gegner.
Und noch etwas schützt sie vor Feinden:
Greift ein Gepard oder Löwe Zebras an, so stiebt die Herde hastig auseinander, so dass der Räuber – durch die vielen gleichaussehenden Tiere völlig “verwirrt” -, nicht so recht weiß, welches er nun wirklich packen soll. Ein Trick, der oft gelingt: Alle werden gerettet, und der Räuber mus mit leerem Fang und knurrendem Magen davonschleichen.
Übrigens waren auch Wildpferde meist tarnfarbig, also je nach Lebensraum schmutzig gelb bis bräunlich gefärbt, um so wenig wie möglich auffallen. Kein Tier stach aus der Herde hervor, und wenn dies einmal durch eine natürliche Mutation passierte, wurde es rasch verstoßen oder fiel Räubern zum Opfer.
Die heutige Farbenvielfalt ist dagegen das Ergebnis einer gezielten Zucht!
No commentsPflegeversicherung: Modellprojekt zur Pflegeversicherung
In Sachsen-Anhalt wird seit Anfang des Jahres ein Modellprojekt für die Pflegeberatung aufgezogen. Die Landesverbände der Pflegekassen und die kommunalen Träger arbeiten daran, die Beratungsqualität zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu senken. Die Bundesregierung hatte vor einiger Zeit die Pflegestützpunkte aufgebaut, die allerdings mehr Kosten verschlingen würden, als dieses Modellprojekt zur Pflegeberatung.
Der „Volksstimme“ zufolge konnten bereits knapp zwei Millionen Euro eingespart werden. Das Thema Pflege steht im Fokus dieser kostenfrei zu beanspruchenden Dienstleistung, die von Angehörigen und Betroffenen unabhängig ihrer Krankenkasse genutzt werden kann. Nicht nur die Leistungen der Pflegeversicherung, sondern auch generelle Informationen rund um die Pflegedienste werden hier erläutert. Stichtag für eine erste Bilanz war Ende April, als die Pflegeversicherungen und die Kommunen sich austauschten. Das Fazit: Man nehme die kostenfreie Beratung sehr gut an und die Zusammenarbeit zwischen den Pflegekassen und den örtlichen Trägern sei unabdingbar.
Die Fachhochschule Magdeburg-Stendal begleitet das Projekt und konnte bereits fünfhundert Fragebögen analysieren. Demzufolge zeigten sich bereits Erfolge aus der Beratung und Sachsen-Anhalt wolle 180 bis 200 Beratungsstellen anbringen, wenn das Gesundheitsministerium zustimme. Beratungsstellen dieser Art sind unabdingbar, denn immer wieder zeigen Umfragen, dass die Bürger über die Pflegeversicherung und die Reformen nicht informiert sind. Solche Stellen können zur Aufklärung beitragen.
No commentsZusatzbeiträge für die GKV erwartet
Wie bereits berichtet, wird der einheitliche Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung zum ersten Juli 2009 auf 14,9 Prozent gesenkt. Im Zuge dessen kann durchaus damit gerechnet werden, dass die Krankenversicherungen nun auf ihr Recht pochen, Zusatzbeiträge zu erheben. Die Medien berichten, dass man derzeit bei 16 Krankenkassen, die aktuell 4,5 Millionen Versicherungsnehmer betreuen, mit der Erhebung rechnen könne. Josef Hecken, seines Zeichens Präsident des Bundesversicherungsamts, äußert gegenüber der Zeitung „Die Welt“, man könne zum ersten Juli mit ersten Verteuerungen rechnen – also genau dann, wenn der ermäßigte Beitragssatz eintritt.
Spezielle Versicherungsunternehmen wurden nicht beim Namen genannt, allerdings handle es sich wohl hauptsächlich um kleinere Versicherungen. Die größeren meinten, sie planten dieses Jahr noch keine Zusatzbeiträge. Einige Versicherungsunternehmen sind sich bereits sicher darüber, ob sie Zusatzbeiträge erheben oder nicht, andere warten noch und werden sich erst zur Jahresmitte entscheiden. Hecken vermutet weiter, dass sogar 30 Krankenkassen – ebenfalls vor allem kleine – ihren Versicherungsnehmern Prämien auszahlen könnten. Bislang hätten dem nur drei Krankenkassen konkret zugestimmt und beim Bundesversicherungsamt beantragt. Voranfragen bestünden allerdings auch bei anderen gesetzlichen Krankenversicherungen. Nun stellt sich unweigerlich die Frage: Werden die Zusatzbeiträge wirklich im Zuge der Beitragssenkung erhoben? Anzunehmen ist es, denn beides ist zum ersten Juli dieses Jahres angekündigt.
No commentsGesundheitsfonds erwartet Verluste
Die Zeitschrift ‚Spiegel‘ berichtet, dass durch den Gesundheitsfonds Defizite in Milliardenhöhe für die gesetzliche Krankenversicherung zu erwarten seien. Wohl wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise, wie die Zeitschrift äußerte, wäre solch ein Defizit für das aktuelle Jahr zu erwarten. Steigende Arbeitslosigkeit und die allgemeine Wirtschaftslage seien dafür verantwortlich, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen mit dem Gesundheitsfonds Verluste schreiben würden und damit ein Ausfall in immenser Höhe entstünde.
Der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes redet von zwei Milliarden Euro Defizit, die es irgendwie auszugleichen gelte. Weitere Experten sind der Meinung, die gesetzlichen Krankenkassen hätten insbesondere am Jahresanfang deutlich höhere Ausgaben gehabt, als kalkuliert wurde, sodass das Defizit entstehen könnte. Der Trend könnte sogar noch steigen, wenn die Einnahmen-Ausgaben-Situation der gesetzlichen Krankenversicherungen sich nicht wandle, wie der Spiegel in Zitat des Schätzerkreises berichtet. Offizielle Prognosen sollen baldmöglich folgen, sodass man an Zahlen das wahre Defizit nachweisen könne.
Zu all dem schweigt das Bundesgesundheitsministerium beharrlich. Es handle sich lediglich um Spekulationen des Schätzerkreises, man wolle sich dazu noch nicht äußern. Stimmen diese Mutmaßungen, kommt man wirklich nicht mehr umhin, sich zu fragen, was die erhöhten Einheitsbeiträge des Versicherungsnehmers gebracht haben. Ein Koloss an Verwaltung scheint hinter dem Gesundheitsfonds zu stecken, der diese immens hohen Kosten verursacht hat.
No commentsVersicherungsnehmer stellt neue alte Forderungen
Versicherungen sind Individualprodukte – so tönte es bisher lautstark. Auf die eigene Lebenssituation maßgeschneiderte Versicherungen waren vor der Finanzkrise das Wichtigste und rücken jetzt auf Platz zwei der Prioritätenliste eines Versicherungsnehmers, wie die Assekuranz-Studie zeigte. Demnach seien aktuell Offenheit und Ehrlichkeit in der Beratung zum Versicherungsprodukt das Wichtigste für den Versicherungsnehmer. War dies im vorigen Jahr auf Platz 8 der Prioritätenliste, stellte der Studien-Durchführer, die YouGovPsychonomics, in der Studie ‚Servicebarometer Assekuranz 2009‘ fest. 8.000 Versicherungsnehmer wurden für diese Untersuchung telefonisch befragt. Während die ‚ursprünglichen‘ Werte wie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung also scheinbar immer wichtiger werden, erleben Cross-Selling-Produkte im Versicherungs- und Finanzwesen einen Abstieg.
Der Bundesbürger bleibt lieber bei einer Versicherungsgesellschaft, bei der er sich extrem gut und vor allem ehrlich beraten fühlt. Neben Ehrlichkeit auf dem ersten und Anpassung der Versicherungsprodukte auf dem zweiten Platz ist dem Bundesbürger übrigens das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem dritten Platz der Prioritätenliste bei einer Versicherung. Weiter erscheint das Beschwerdemanagement von hoher Wichtigkeit; insbesondere bei den jüngeren Versicherungsnehmern bis zum 30. Lebensjahr scheint es wichtig, dass die Beschwerde ernst genommen wird und dass man sich darum kümmert – schnell und ehrlich. Damit besinnt sich der Bundesbürger also auf die Grundwerte sozialer Beziehungen auch im Versicherungswesen. Vertrauen hat oberste Wichtigkeit.
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