Aktionswoche der Polizei gegen Einbrüche: „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“

Einbrcher am Werk in der Dunkelheit

Ab heute startet in Nordrhein-Westfalen wieder die landesweite Aktion „Riegel vor!“, um über das Thema Wohnungseinbrüche zu informieren.

Bereits seit dem Jahr 2013 läutet die Polizei damit verschiedene Veranstaltungen und Aktionen zur Prävention gegen Wohnungseinbrüche ein. Am kommenden Samstag erfolgt nämlich die Zeitumstellung. Es ist dadurch abends früher dunkel und Einbrecher nutzen die dunkle Jahreszeit für ihre Beutezüge.

Einbruchszahlen sinken seit 2016

Im Jahr 2015 sind die Einbruchszahlen geradezu durch die Decke geschossen. Noch nie kam es in Nordrhein-Westfalen und auch in Deutschland zu so vielen Einbrüchen. Mehr als 167.000 Einbrüche musste die Polizei aufnehmen, davon allein rund 65.000 in Nordrhein-Westfalen. Die Arbeit der Polizei scheint sich aber auszuzahlen. In 2017 kam es im größten Bundesland zu knapp 39.000 Einbrüchen. Immer noch Spitze im Bundesvergleich, aber deutlich weniger als noch 2015. Die Zahlen sprechen Bände – im ersten Halbjahr 2018 sind die Einbruchszahlen im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken. Etwa die Hälfte aller Einbrüche konnte nicht vollendet werden, die Einbrecher scheiterten an den Sicherungen der Häuser und auch Wohnungen.

Was ist wichtig aus der Sicht der Polizei?

Vor allem Aufmerksamkeit ist das A und O bei der Vermeidung von Einbrüchen. Daher gilt: Achten Sie in Ihrem Umfeld auf Personen oder Fahrzeugen, die verdächtig wirken. Scheuen Sie sich nicht davor, den Notruf 110 zu wählen, falls Ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Wenn die Polizei rauskommt und vor Ort nichts feststellt, ist das nicht kostenpflichtig. Besser einmal mehr nachschauen, als wenn tatsächlich ein Einbruch unbeobachtet vonstatten geht. Nutzen Sie die Angebote Ihrer örtlichen Polizeidienststellen, um sich über das Thema Einbruchschutz zu informieren.

Wann erfolgen die meisten Einbrüche?

Es ist ein Mythos, dass gerade in der Urlaubszeit die meisten Einbrüche geschehen. Gerade einmal fünf Prozent aller Einbrüche in 2017 ereigneten sich im Juli. Dagegen lagen die Monate Oktober, November und Dezember zusammen bei rund 40 Prozent. Die Spitzenzeit für Einbrüche ist in diesen Monaten zwischen 16 Uhr und 18 Uhr. Also dann, wenn viele Menschen noch arbeiten sind und die Dämmerung das unbemerkte Wirken von Einbrecher zulässt. Die häufigsten Zugänge sind dabei Fenster und Terrassentüren. Hier sind gute Sicherungen gefragt, damit Einbrecher an der modernen Technik scheitern und es beim Versuch bleibt.

Wer kommt für Schäden durch einen Einbruch auf?

Die fallenden Einbruchszahlen sind sicherlich als positiv zu bewerten. Negativ hingegen fällt jedoch auf, dass nur die wenigsten Einbrecher erwischt werden. Lediglich 18 Prozent aller Einbrüche konnte die Polizei im Jahr 2017 aufklären. Von daher ist also bei den Tätern so gut wie nichts zu holen. Deshalb gilt grundsätzlich: Sichern Sie sich mit einer Hausratversicherung ab. Die zahlt nämlich den Schaden, wenn es bei Ihnen tatsächlich zu einem Einbruch kommt. Denken Sie immer daran: In jeder Wohnung gibt es was zu holen. Im Jahr 2016 lag der durchschnittliche Schaden bei rund 3.250 Euro. Dazu gehören in der Regel Gegenstände, die Einbrecher leicht abtransportieren können wie Handys, Tablets, Notebooks oder Bargeld und Schmuck. Da kann schnell ein hübsches Sümmchen zusammenkommen.

Wie gehen Sie vor, wenn es zu einem Einbruch kam

Ein Einbruch löst nicht selten traumatische Belastungsstörungen unmittelbar oder langfristig nach der Tat aus. Der erste Gedanke beim Chaos in der Wohnung ist da Aufräumen oder Durchsuchen nach gestohlen Gegenständen. Auch wenn es schwerfällt: Lassen Sie alles so stehen und liegen, wie es ist und machen Sie erst einmal Fotos. Verständigen Sie parallel die Polizei, damit diese den Einbruch aufnehmen kann. Überprüfen Sie dann nach abgeschlossener Spurensicherung mit der Polizei, welche Gegenstände die Einbrecher haben mitgehen lassen. Erstellen Sie dazu eine Stehlgutliste, die Sie bei der Polizei und auch bei Ihrer Hausratversicherung einreichen müssen. Für die Polizei ist die Stehlgutliste zur Fahndung nach gestohlenen Gegenständen wichtig. Die Hausratversicherung benötigt diese zur Einschätzung der Schadenshöhe und zur Erstattung des Schadens. (Quelle: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hausratversicherung/)

Was zahlt die Hausratversicherung nach einem Einbruch?

Grundsätzlich leistet die Hausratversicherung erst einmal Schadensersatz für gestohlene Gegenstände – und zwar zum Neuwert. Dazu übernimmt die Hausratversicherung auch den Schadensersatz für beschädigte Gegenstände und auch Vandalismusschäden. Daneben sind im Falle eines Einbruches auch Schäden an Türen und Fenstern versichert. Wer hingegen keine Hausratversicherung hat, der geht beim Schadensersatz leer aus. Lediglich die Gebäudeversicherung übernimmt dann die Schäden an Fenstern oder Türen: Sei es nun die eigene Gebäudeversicherung für das selbst genutzte Haus oder die Gebäudeversicherung des Vermieters bei einer gemieteten Wohnung. Dennoch: Auf die Hausratversicherung zu verzichten bedeutet im Schadensfall: Alles aus eigener Tasche neu zu beschaffen. Hier stehen Betroffene ohne entsprechen Absicherung oft vor einer finanziellen Hürde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.