Heute ist Welthundetag – der Ehrentag für den treuesten Begleiter des Menschen

Welthundetag - Vier verschiedene Hunde von oben fotografiert auf einer Wiese

Nein, es ist keine konkrete Organisation, die für den Welthundetag verantwortlich ist. Dennoch, am heutigen Tag werden viele Veranstaltungen für Mensch und Hund organisiert, der Vierbeiner steht im Mittelpunkt.

Er ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Begleiter im Alltag und ein vollwertiges Mitglied in vielen Familien. Dennoch haben an diesem Tag viele Hunde nicht frei, sondern müssen arbeiten. Denken wir einmal an die Vierbeiner, die treu ihre Dienste als Rettungshunde, Hütehunde oder auch Polizeihunde ausüben. Ohne zu murren und immer an der Seite ihres Herrchens oder Frauchens.

Hunde sind im Alltag nicht mehr wegzudenken

Schon seit Jahrzehnten werden Hunde immer mehr domestiziert, so dass sie im Leben der Menschen eine wichtige und bedeutsame Rolle eines Familienmitgliedes ausfüllen. Vor allem für einsame oder alleinstehende Menschen ist der Hund ein guter Partner. Er bleibt treu für ewig, diskutiert nicht herum und ihm ist es egal, ob Herrchen nun Millionär oder bettelarm ist. Die Treue bleibt. Natürlich ist auf der anderen Seite die Haltung eines Hundes auch nicht billig. Er braucht Futter, eine tierärztliche Versorgung, regelmäßig wird die Hundesteuer fällig und dann benötigt er auch noch eine eigene Hundehaftpflicht. Trotzdem sind Hunde seit Jahren zu echten Familienmitgliedern geworden und sind anpassungsfähig wie kein anderes Haustier.

Für viele Hunde gibt es keinen Welthundetag

In Deutschland leben mittlerweile mehr als zehn Millionen Hunde. Man kann uns vieles nachsagen, aber nicht, dass wir nicht tierfreundlich sind. Schließlich kümmern wir uns auch um Hunde, denen es weitaus schlechter geht. Die Rede ist von den Vierbeinern, die aus den Ländern Südosteuropas über Tierschutzorganisationen zu uns kommen und dort, wo sie herkommen, nicht einmal ein bisschen Liebe erfahren haben. Sie fristeten ihr Dasein als Straßenhunde, immer der Gefahr ausgesetzt, getötet zu werden. Einfach, weil man ihrer überdrüssig ist. Viele Hundefreunde berichten uns, wenn sie einen Vierbeiner über den Tierschutz bekommen haben, oftmals als Spielgefährten für einen bereits vorhandenen Hund.

Rechtliche Besonderheiten zur Stellung des Hundes

Hundehalter haben es mitunter nicht einfach ihren Mitmenschen gegenüber. So mancher Zeitgenosse ist nicht gerade hundebegeistert. Warum sonst liest man in den Medien immer wieder von Giftköderattacken gegenüber unseren Lieblingen? Dass so etwas mit Haftstrafen geahndet werden kann, wissen die meisten Missetäter augenscheinlich nicht. Es gibt aber auch Hundehalter, die selber im Umgang mit ihrem Hund allzu sorglos agieren. Klar, Vierbeiner haben nun einmal auch ihren eigenen Willen, aber ein bisschen Erziehung muss schon sein. Mit anderen Worten: Durch den Spieltrieb des Hundes kann sich immer mal ein Schaden ereignen, für den der Hundehalter geradestehen muss. Das regelt das Bürgerliche Gesetzbuch.

Müssen Hundefreunde für jeden Schaden ihres Hundes aufkommen?

Nach dem Gesetz ja. Hunde unterliegen der sogenannten Gefährdungshaftung. Das bedeutet, dass Hundehalter mit der Anschaffung des Hundes eine Gefahrenquelle schaffen, die vom Gesetzgeber erlaubt ist. Daran ist aber auch eine besondere Haftung im Schadensfall geknüpft. Verursacht ein Hund einen Schaden, so muss der Geschädigte die Schuld nicht nachweisen, sondern der Halter des Vierbeiners steht generell in der Haftung. Viele Hundehalter sind sich nicht bewusst, dass damit unter Umständen auch ein massives finanzielles Problem im Schadensfall auf sie zukommen kann. Nicht alle Hunde unterliegen der Versicherungspflicht und so sind viele der geliebten Vierbeiner ohne den Schutz einer Hundehaftpflicht unterwegs, getreu dem Motto: Wird schon nichts passieren. Das kann im Schadensfall natürlich gewaltig nach hinten losgehen, etwa, wenn der kleine Liebling an der Leine reißt und dabei einen vorbeifahrenden Radfahrer aus den Pedalen hebt.

Gibt es eine Versicherungspflicht für Hunde?

In Deutschland ist die Versicherungspflicht für Hunde nicht einheitlich geregelt. Die Notwendigkeit einer Hundehaftpflichtversicherung ergibt sich aus den Hundegesetzen der einzelnen Bundesländer. Die Hundehaftpflicht ist in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen eine Pflichtversicherung. Hier müssen alle Hunde versichert sein, sonst drohen teilweise Geldbußen von bis zu 10.000 Euro. In allen anderen Ländern besteht keine Versicherungspflicht, Hunde müssen nur je nach Rasse oder Größe versichert werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass viele Kleinhunde rechtlich betrachtet keinen Versicherungsschutz benötigen, obwohl sie gleichermaßen Schäden verursachen können wie ihre großen Artgenossen. Damit sind nicht etwa Bissschäden gemeint, sondern einfach nur Schäden, die sich aus dem Spieltrieb heraus ereignen. Das kann bei jedem Hund, ob groß oder klein, passieren.

Daher ist die Hundehaftpflicht die wichtigste Absicherung für den vierbeinigen Liebling. Vielleicht sollten wir den Welthundetag einfach mal zum Anlass nehmen und überdenken, ob uns unser Liebling wirklich immer schadenfrei durch sein Hundeleben begleitet oder nicht doch irgendwann einmal die Situation eintritt, wo es zu einer Schadenersatzforderung kommt. In Relation zu den niedrigen Beiträgen für eine Hundehaftpflicht kann das nämlich ganz schön ins Geld gehen. Weitere Informationen dazu finden sie unter: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hundeversicherung/hundehaftpflicht/

Trotz hoher Kosten – die Zahl der Hunde in Deutschland wächst

Die Hundehaltung ist, anders als bei vielen anderen Haustieren, nun mal auch ein Kostenfaktor, der stets berücksichtigt werden muss. Trotzdem erfüllen sich viele Familien mit einem Hund den Wunsch nach einem Haustier. Sie sind für Kinder gute Spielgefährten und sie tragen zur Abwechslung im Alltag bei. Letztendlich sind sie wie kleine Kinder, die viel Aufmerksamkeit, Pflege und Zuwendung benötigen. Vor allen für Senioren sind Hunde ein wichtiger sozialer Faktor. Einerseits im Kampf gegen die Einsamkeit, andererseits sorgen sie für viel Bewegung. Deswegen sind Senioren mit einem Hund teilweise sogar gesünder als ihre Altersgenossen ohne Hund. Für sie ist daher eigentlich jeder Tag ein Welthundetag.

 

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