Denken Sie in der Grillsaison an den Schutz Ihres Hundes?

Hund klaut Bratwurst vom heißen Grill

Das Wetter ist einladend für einen Grillabend mit der Familie oder den Bekannten. Was ist gemütlicher, als bei einem lauen Sommerabend den Grill anzuwerfen, Fleisch draufzulegen und mit einem Fläschchen Bier den Sonnenuntergang zu genießen?

Denken Sie daran: Gerade für Ihren Hund lauern hier verschiedene Risiken, nicht umsonst sind die Tierarztpraxen und Tierkliniken in der Sommerzeit wesentlich häufiger besucht. Beachten Sie einige Punkte, damit der Grillabend für Ihr Haustier nicht beim Tierarzt endet. Die Ursachen reichen von der Vergiftung bis hin zur Verbrennung.

Oberstes Gebot – sorgen Sie für Sicherheit am Grill

Wenn Sie grillen, verwenden Sie in der Regel den Kohlegrill. Sie zünden die Kohle an, nicht selten verwenden Sie dabei feste oder flüssige Grillanzünder. Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat und Ihr vierbeiniger Hausgenosse nicht in die Nähe gelangen kann. Beim Herumtoben fällt schnell der Grill um und es kann für das Haustier zu schweren Verletzungen kommen. Gelangt beim Umfallen glühende Kohle auf das Fell des Hundes, führt das punktuell zu Verbrennungen, im schlimmsten Fall kann das Fell in Brand geraten. Selbst der Gebrauch von flüssigem Anzünder ist mit Vorsicht zu genießen. Gießen Sie davon zu viel in die glühende Kohle, kann das zu Spritzern in der Glut führen. Befindet sich Ihr Liebling in der unmittelbaren Nähe, gelangen die glühenden Spritzer auf sein Fell. Goldene Regel: Was an Sicherheit für kleine Kinder gilt, ist auch bei Haustieren notwendig.

Sollte sich Ihr Vierbeiner trotz aller Vorsichtmaßnahmen am Grill verletzen, hilft beruhigen und die Verletzung kühlen. Leinen Sie Ihren Hund an und benetzen Sie die Verbrennung mit kaltem Wasser. Verwenden Sie auf keinen Fall irgendwelche Brandsalben und öffnen Sie keine Brandblasen. Die offene Wunde wird mit einem sterilen Verband mit Wundauflage versorgt. Dann geht es zum Tierarzt, um die Verletzung abschließend versorgen zu lassen.

Keine Fütterung mit Knochen

Das Fleisch ist fertig und alle sitzen am Tisch und lassen es sich schmecken. Da ist die Versuchung groß, der Katze oder dem Hund einen Knochen zu geben. Das ist eine riskante Angelegenheit, Knochensplitter sind absolut schädlich für Haustiere. Sicherlich, beim Barfen bekommt der Hund auch Knochen. Diese befinden sich im Rohzustand. Durch das Erhitzen beim Grillen werden Knochen porös. Selbst die Knochen vom Schwein sind ungeeignet für Hunde. Poröse Knochen splittern beim Zerkauen und die kleinen, scharfen Splitter sorgen für Verletzungen im Rachen, in der Speiseröhre, im Magen und im Darm.

Hat der Hund Knochen und Knochenreste vertilgt, kann es passieren, dass es zu einer Verstopfung kommt. Ihr Hund hat Probleme mit dem Absetzen von Kot. Der Tierarzt untersucht den Hund und verabreicht ihm im Zweifelsfall ein Mittel, das Erbrechen auslöst. Das Erbrechen kann der Tierarzt noch ein bis zwei Stunden nach der Aufnahme des Futters auslösen.

Scharf gewürztes Fleisch – wo liegt das Risiko für Ihren Liebling?

Ein saftiges Nackensteak oder eine scharf gewürzte Bratwurst – für uns der Hochgenuss der Grillkultur. Bei Ihrem Liebling löst der Verzehr Erkrankungen aus. Der Hundemagen verträgt diese teilweise scharf gewürzte Kost nicht. Auch hier kann es zu Problemen beim Verzehr kommen. Vor allem mariniertes Grillfleisch ist für den Hundemagen absolut schädlich. Das führt zu Bluthochdruck und Nierenschäden. Schweinefleisch im rohen Zustand stellt ein hohes Risiko dar. Dadurch kann die Aujeszkysche Krankheit ausgelöst werden, eine Art Pseudotollwut. Hier kann der Tierarzt nichts mehr für die Rettung Ihres Hundes unternehmen.

Grillgerichte, die Zwiebeln und Knoblauch enthalten, sind absolut ungeeignet für Hunde. Diese Zwiebelgewächse enthalten einen Stoff, der die roten Blutkörperchen angreift und schädigt. Je nach Verzehrmenge endet das für den Hund tödlich. Gewiss, es ist nicht leicht, dem vierbeinigen Freund zuzuschauen, wenn er traurig auf den gefüllten Teller schauen muss. Sie können dafür sorgen, dass Ihr Hund etwas vom Grillabend hat: Geben Sie ihm ein paar Leckerlis, damit Ihr Vierbeiner auch seinen Spaß beim Grillen hat. Am besten noch in Tischnähe, damit der Hund dazugehört. Erinnern Sie darüber hinaus alle Freunde beim Grillabend daran, dass diese dem Hund nichts vom Tisch abgeben.

Wohin im Notfall?

Hat Ihr Vierbeiner Knochenreste oder stark gewürztes Fleisch gefressen, bleibt der Gang  zum Tierarzt. In der Regel sind zu diesen Zeiten aber viele Tierarztpraxen geschlossen. Hier hilft entweder der tierärztliche Notdienst oder eine Tierklinik weiter. Adresse und Telefonnummer sollten Sie für diesen, aber auch für andere Notfälle immer griffbereit haben. Die Kosten der tierärztlichen Versorgung trägt die Hundekrankenversicherung. Informationen dazu finden Sie unter: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hundekrankenversicherung/

Übrigens: Auch nur nach einem oder zwei Bierchen ist die Fahrt mit dem Auto absolut tabu. Fragen Sie besser einen der Anwesenden, der auf alkoholische Getränke verzichtet hat. So eignen Sie sich besser als Begleiter für Ihren Liebling und betreuen oder versorgen ihn auf dem Weg zur Tierklinik.

 

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