Trotz stetiger Unwetter keine Bauleistungsversicherung – Bauvorhaben nicht ausreichend geschützt

Baustelle

In der Mitte der vergangenen Woche schüttelte Sturmtief Sieglinde weite Teile Deutschlands durcheinander und auch das Ende des Oktober zeigt:

Der Herbst ist angekommen mit all seinen Facetten. Dazu gehören eben auch Stürme und starke Regenschauer, die uns den Aufenthalt im Freien ordentlich vergällen. Das ist aber noch zu ertragen. Schlimmer trifft es Hausbesitzer und auch Bauherren, wenn ihr Eigentum bei einem Unwetter durch umstürzende Bäume oder Starkregen zu Schaden kommt.

Können Neubauvorhaben von einem Unwetter betroffen sein?

Unsere Erfahrung zeigt: Häuslebauer schützen sich bereits zu Baubeginn mit der Bauherrenhaftpflichtversicherung ab, damit sie bei Schäden gegenüber Dritten finanziell geschützt sind. Das eigene Bauvorhaben lassen dabei viele Bauherren völlig außer Acht. Gerade im Frühling oder Herbst drohen regelmäßig schwere Unwetter, die ein Bauvorhaben mit einem Schlag zum Erliegen bringen. Viele Hausbauer unterschätzen das Risiko eines solchen Sturmschadens. Nicht immer können sie die Mehrkosten durch Reparatur aus eigener Tasche bezahlen. Dann müssen sie nachfinanzieren und das wird teuer. Unter Umständen fällt das zusätzliche Darlehen in den letzten Rang der Abteilung III des Grundbuches, dementsprechend hoch fallen die Zinsen aus.

Welche Folgen kann ein Sturm bei einem Bauprojekt haben?

Stürme treten immer häufiger auf. Das ist ein Ergebnis des Klimawandels, der nicht wegzudiskutieren ist. Ein Rohbau ist nur schlecht geschützt gegen die Einwirkung eines Sturmes, da er in der Gestehungsphase zu vielen Seiten offen und dadurch ungeschützt ist. Allein aus diesem Grund ist es unverzichtbar, bereits zu Baubeginn die Bauleistungsversicherung mit abzuschließen. Denn ein ungeschützter Rohbau bietet für einen Sturm eine perfekte Angriffsfläche. Es ist schon vorgekommen, dass Giebelwände dem Sturm nicht standgehalten haben. Ebenso kann ein gerade errichteter Dachstuhl durch schwere Unwetter zu Schaden kommen.

Sind Starkregenfälle ein Risiko für ein Neubauvorhaben?

Ja, auf alle Fälle. Denn in der Anfangsphase des Bauprojektes ist der Rohbau Witterungseinflüssen ungeschützt ausgesetzt. Stehen die Grundmauern, so kann bei einem Starkregen ohne weiteres der gesamte Keller mit Regenwasser volllaufen. Die Folge: Feuchtigkeit zieht in die Wände und ein aufwendiges Trocknungsverfahren ist notwendig. Das kostet Geld und vor allem auch Zeit. Unter Umständen steht die Baustelle still, der gesamte Zeitplan gerät aus den Fugen. Dazu kommt, dass Starkregen in manchen Fällen zu Überschwemmungen führen. Das Grundstück ist mit Wasser bedeckt, es läuft Wasser und vor allem Schlamm über ungeschützte Lichtschächte in den Keller. Neben der Trocknung ist nun auch noch eine aufwendige Reinigung fällig.

Welche Rolle spielt die Bauleistungsversicherung?

Kaum jemand käme auf die Idee, ein Haus ohne die dazugehörige Gebäudeversicherung zu kaufen oder nach der Baufertigstellung darauf zu verzichten. Jeder kennt die Gebäudesicherung und weiß, dass sie unverzichtbar ist. Dass in der Bauphase ebenso Schäden auftreten können, verdrängen viele Bauherren. Feuer brechen nicht nur bei fertigen Häusern auf, genauso wie Sturmschäden. Aus diesem Grund gibt es die Bauleistungsversicherung. Sie ist so etwas wie die Gebäudeversicherung für den Rohbau. Mit anderen Worten: Ein Neuvorhaben lässt sich in der Bauphase selbstverständlich gegen Gefahren wie Sturm oder Überschwemmungen absichern. Wer dazu in Bauphase bereits die Gebäudeversicherung abschließt, der hat darüber hinaus auch den kostenfreien Schutz gegen Feuer – die sogenannte Feuerrohbauversicherung. Mehr Informationen zur Bauleistungsversicherung finden Sie hier: https://www.vergleichen-und-sparen.de/bauversicherung/bauleistungsversicherung/

Sichern Sie Ihr Neubauvorhaben nicht nur gegen Unwetter ab

Die Bauleistungsversicherung deckt die Risiken ab, die auch Inhalt der Gebäudeversicherung sind. Dazu bietet die Bauleistungsversicherung aber noch mehr: Hier sind zum Beispiel auch Schäden durch Vandalismus versichert und auch der Diebstahl von bereits verbauten Gebäudebestandteilen. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit erwachen Einbrecher aus der Sommerpause und es kommt wieder vermehrt zu Einbrüchen. Da ist ein ungesichertes Bauprojekt genau richtig. Mittlerweile steckt bei manchen Banden eine derart ausgefeilte Logistik dahinter, sodass selbst der komplette Abtransport einer neu eingebauten Heizung kein Problem darstellt. Diese Kosten sind im Schadensfall äußerst schmerzhaft und bringen das Bauvorhaben ins Stocken. Angesichts dieser Risiken und der drohenden Unwetter ist es nur wenig nachvollziehbar, dass viele Bauherren auf die Bauleistungsversicherung verzichten. Dabei liegen die Kosten dafür gerade einmal bei rund einem Tausendstel von der kompletten Neubausumme. Das ist wohl kaum der Rede wert.

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